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Ratgeber - Fördermittel
10.03.2010 16:09
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| Beratungsnetz für sehbehinderte und blinde Menschen |
(18.01.2010) Der Aufbau eines flächendeckenden Beratungsnetzes für blinde und sehbehinderte Menschen in Nordrhein-Westfalen ist abgeschlossen. In dem Projekt mit dem Titel «Wir sehen weiter» wurden in den vergangenen zwei Jahren rund 100 ehrenamtliche Berater in mehr als 250 Unterrichtsstunden qualifiziert, um medizinische, rechtliche und wirtschaftliche Fragen beantworten und mit praktischen Tipps für den Alltag helfen zu können, teilte das NRW-Sozialministerium mit.
«Wenn man erblindet, werden gewohnte Alltagsabläufe zu unüberwindbaren Hürden. In dieser Situation brauchen Betroffene und Angehörige einen kompetenten Ansprechpartner, der den Weg durch das Dunkel weist», sagte Sozialminister Karl-Josef Laumann (CDU). Am Samstag übergab er in Dortmund Zertifikate an die zweite Gruppe der Berater, die ihre Qualifizierung jetzt beendet haben. Die erste Hälfte der Berater hat im vergangenen Jahr ihre Ausbildung abgeschlossen und arbeitet bereits am Aufbau der Beratungsstellen.
Das Projekt, das sich vor allem an ältere Betroffene wendet, wird vom Blinden- und Sehbehindertenverein Westfalen gemeinsam mit anderen Blindenvereinen getragen. Das NRW-Sozialministerium finanziert das Vorhaben zwischen 2007 und 2010 mit insgesamt fast 1,2 Millionen Euro.
In NRW erblinden den Angaben zufolge jährlich etwa 6000 Menschen. Rund 34 000 Personen beziehen derzeit in Nordrhein-Westfalen Blindengeld, fast drei Viertel von ihnen sind älter als 60 Jahre. Die «Hilfen für hochgradig Sehbehinderte» erhalten mehr als 11 000 Menschen, davon sind sogar mehr als 85 Prozent älter als 60 Jahre.
Nach wissenschaftlichen Prognosen wird es im Jahr 2030 etwa ein Drittel mehr blinde und hochgradig sehbehinderte Menschen als heute geben.
Quelle: ddp